Existenzängste als Selbstständiger - Sadin Kurbegovic

Existenzängste als Selbstständiger – Was tun?

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Nicht alle Selbstständige haben Existenzängste, aber viele kennen diese Angst durchaus sehr gut. Das sehe ich auch anhand der Fragen, die mir auf Instagram gestellt werden. Wie man mit Existenzängsten als Selbstständiger umgeht ist eine Frage, die ich häufiger gestellt bekomme. Deshalb möchte ich heute diesen Beitrag zu dem Thema schreiben und dir meine Gedanken und Wege mitgeben.

Falls du selbst auch Existenzängste kennst und dich deswegen schlecht fühlst, möchte ich dir das direkt am Anfang nehmen. In unserer Gesellschaft wird es als Schwäche angesehen, über Ängste und Sorgen zu sprechen. Das gehört jedoch dazu, denn du kannst eine Angst nur überwinden, wenn du sie anschaust und dir eingestehst, dass du sie hast. Heutzutage ist es eher normal, sowas einfach zu ignorieren und so zu tun, als würde Angst XY nicht existieren. Und das löst nie das Problem. Wenn der Ist-Zustand eben Existenzangst ist, dann ist das völlig okay. Jetzt kannst du selbst entscheiden, was du damit machst, damit du eben keine Existenzängste als Selbstständiger mehr haben musst. 

Es ist also völlig okay, wenn du jetzt noch nicht weisst, wie du damit umgehst. Du bekommst hier von mir meine Perspektive mit, die dir hoffentlich auch in deinem Leben hilft und dich deine Existenzangst überwinden lässt.

Wie entwickeln sich Existenzängste als Selbstständiger?

Die meisten Menschen, die sich selbstständig machen, haben direkt in der Anfangsphase mit dieser Angst zu tun. Der Grund dafür ist fast immer einer von diesen beiden:

  • Zu hohe Fixkosten
  • Zu wenig Einnahmen / unregelmässige Einnahmen

Fast alle Selbstständigen kennen Existenzängste oder zumindest das ungute Gefühl, das in Richtung Existenzangst geht. Auch ich blieb davon nicht verschont.
Am Anfang ist es gewöhnungsbedürftig, wenn man von einem steten Einkommen im Angestelltenverhältnis auf einmal zu einem unregelmässigen Einkommen kommt. 

Das ist auch etwas, dessen man sich schon vor der Kündigung des Jobs bewusst sein sollte. Es wird nicht alles von Anfang an glatt laufen, denn Selbstständigkeit ist ein Stück weit auch Learning by Doing. Das heisst, es werden Fehler passieren bzw. du wirst vor Hürden stehen, die du vielleicht nicht alle im Vorhinein schon kommen sehen hast.

Meine Geschichte

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie das bei mir damals war, als ich im August 2016 offiziell selbstständig war.

Wie du mittlerweile vielleicht in anderen Beiträgen hier auf dem Blog oder im Podcast schon mitbekommen hast, habe ich mir einen ganz klaren Plan gemacht. Ich bin früh morgens aufgestanden und habe mich richtig auf den Tag vorbereitet, um das Maximale rauszuholen. Für meinen Start bin ich sogar mit meiner Frau zurück zu meinen Eltern gezogen. Wir haben praktisch alles gekündigt, damit unsere Fixkosten so tief wir möglich waren. Das heisst, wir beide zusammen hatten vielleicht noch 300 Euro Fixkosten, wenn’s hoch kam. 

Der August lief gut. Es dauerte jedoch nicht lange, bis ich meine Familie in die Küche zusammen rief, um ihnen meine Ängste mitzuteilen. Ich dachte eine Zeit lang wirklich, dass ich einen Fehler gemacht habe und dass das mit der Selbstständigkeit nicht funktionieren würde. Und diese Gefühle und Gedanken begannen, als ich eben in den Folgemonaten nach August nicht mehr gut verdient habe. Es lief richtig schlecht und langsamer, als ich es mir ausgemalt habe. 

Meine Familie stand hinter mir. Die ganze Zeit. Sie haben mir Mut gemacht und wir haben zusammen einen Plan gemacht, der mir noch ein bisschen mehr Zeit geschenkt hat und den Druck nahm: Wir haben eine Zahl von 10.000 Euro ausgemacht, die ich im Notfall ins Minus gehen würde. Das war eine Summe, die ich gut wieder hätte zurückzahlen können, FALLS das alles wirklich nichts geworden wäre. Und so habe ich dann weitergemacht, bis ich im Januar endlich den ersehnten Aufschwung erlebt habe und die Einnahmen nach oben gingen.

Was du daraus mitnehmen kannst

Du siehst, auch bei mir lief nicht alles von Anfang an ohne Probleme und auch ich kenne Existenzängste als Selbstständiger. An dieser Stelle möchte ich dir noch was Wichtiges mitgeben: Als im Januar dann meine Einnahmen jeden Monat gestiegen sind, habe ich meine Fixkosten niedrig behalten und nicht angefangen, mein Geld direkt für einen höheren Lebensstandard auszugeben. 80% meiner Einnahmen habe ich auf die Seite getan für schwierigere Zeiten. Und genau das machen viele falsch. Wenn sie die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden haben und es endlich läuft finanziell, steigern sie direkt ihre Fixkosten und kommen so dann erneut in die Existenzangst.

Existenzängste als Selbstständiger – wie gehe ich damit um?

Damit du eine Übersicht hast, möchte ich dir hier 3 Tipps mit auf den Weg geben, die du sofort anwenden kannst, um dich von deiner Angst zu befreien.

  1. Ein klares Ziel und ein klares Warum
    • Ich wusste immer ganz genau, was mein Ziel war und WARUM ich das eigentlich jeden Tag mache. Aus diesem Ziel und dem Warum konnte ich mir dann auch extrem einfach Tagesetappen machen, die ich Tag für Tag umsetzen konnte. So fiel ich nie in ein Loch, in dem ich nicht wusste, was ich tun sollte, sondern hatte immer einen glasklaren Fahrplan. Wenn du deine Augen schliesst, musst du dein Leben sehen, so wie du es möchtest. Du musst es fühlen, als wäre es schon Realität!
  2. Die Meinung von Menschen, die nicht da sind, wo ich bin, ignorieren
    • Dieser Weg, den ich gehe, ist auch heute noch nicht die “Norm”. Die Gesellschaft funktioniert anders und gibt uns andere Wege vor. Das führt auch dazu, dass Menschen, die diesen Weg gehen, den Weg von Menschen, die einen anderen Weg gehen, kommentieren und ihre Meinung dazu abgeben. Und genau das musste ich zu ignorieren lernen, damit sie mich nicht von meinem Ziel abbringen und ich selbst auch glaube, dass mein Ziel gar nicht erreichbar ist.
  3. “Was ist der Worst Case?”
    • Wenn ich Selbstzweifel hatte, habe ich mich gefragt, was denn der Worst Case ist. Und wenn du das auch machst, wirst du sehr wahrscheinlich feststellen, dass der Worst Case gar nicht so schlimm ist. Meistens geht es nur darum, dass man Geld verlieren bzw. nicht verdienen könnte. Und Geld kann man schlussendlich immer wieder auf andere Art und Weise verdienen, SOLLTE es nicht klappen mit der Selbstständigkeit. Das war auf jeden Fall mein Gedanke damals und es hat mir geholfen zu sehen, dass eigentlich nichts wirklich schlimmes passiert, falls alles doch nicht wie geplant klappen würde.

Soll ich dir was sagen? Ich habe auch heute noch Ängste und Zweifel. Das hält sich natürlich sehr in Grenzen, aber sie sind immer noch da bzw. neue kommen auf. Und das ist vollkommen menschlich. Wer behauptet, er hätte keine Ängste, der lügt (sich selbst an). Es ist normal, Ängste zu haben. Wichtig ist nur, dass du dich davon nicht leiten lässt, sondern durch sie hindurch gehst. Denn dann wenn du Angst hast, wächst du. Du wächst über dich hinaus und wirst stärker.

Fazit

Im Grunde geht es einfach darum, dass du genau weisst, WARUM du deinen Weg gehst. Wenn du das immer vor Augen hast, hast du schon halb gewonnen. Mit diesem Warum kannst du dir nämlich einen Plan machen, der dich Tag für Tag führt. Und das gibt dir Sicherheit, weil du weisst, dass du alles machst, was möglich ist, um dein Warum zu erfüllen. Lass’ dich nicht verunsichern, wenn die Einnahmen nicht von Anfang an so sind, wie du sie gerne hättest. Gib dir Zeit und sei dir bewusst, dass das Schlimmste, das passieren kann, eigentlich gar nicht wirklich schlimm ist.

Zu diesem Thema habe ich eine ganze Podcastfolge aufgenommen, in der ich dir noch mehr von mir erzähle und dir noch mehr Tipps mitgebe. Hier kannst du sie dir direkt anhören:

Hier erfährst du, wie du in 11 Schritten zu deinem Traumleben kommst!

Für mehr Inspiration, Wissen und Tipps besuche mich gerne auf Instagram oder höre dir meinen Podcast “Do it or leave it” an.

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